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Suhl – Stadt des Friedens - City for Peace
Der Stadtrat möge beschließen:
- Die Stadt Suhl schließt sich der Initiative
„Cities for Peace"
- Der vorliegenden Erklärung wird zugestimmt.
- Die Erklärung ist zu veröffentlichen und
den Partnerstädten zu übersenden.
Erklärung:
Wir sind kommunale Abgeordnete in einer Stadt,
die seit dem 14. 2. 1991 auf Beschluss des Stadtrates „Stadt des
Friedens" ist.
Das ist für uns nicht nur ein Bekenntnis, sondern Auftrag und Verpflichtung.
Angesichts der wachsenden Kriegsgefahr für
die Golfregion, die Tausende von Menschen, insbesondere die Zivilbevölkerung
bedroht,
vor dem Hintergrund der eindrucksvollen
Demonstrationen, mit denen Millionen von Menschen in aller Welt, darunter in
der Hauptstadt Berlin, in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt, in vielen
europäischen Großstädten sowie in den USA selbst, ihrer ernsten Sorge um den
Frieden Ausdruck verleihen,
in Erwägung der Risiken, die ein solcher
Krieg für die Regionen des Nahen Ostens und insbesondere Israel sowie für das
palästinensische Volk birgt,
in Sorge, dass ein militärisches Vorgehen
gegen den Irak Gewalt und Terrorismus befördern, statt die internationalen
Bemühungen zur Bekämpfung des Terrorismus und deren Ursachen zu aktivieren,
in Bekräftigung der Prinzipien des
Völkerrechts, deren Einhaltung für eine friedliche Lösung
zwischenstaatlicher Konflikte alternativlos ist
unterstützt der Stadtrat der Stadt Suhl mit
dieser Erklärung die Appelle von weltweit mehr als Hundert, insbesondere
US-amerikanischer Städte, die sich der Initiative „Cities for Peace"
angeschlossen haben, und teilt deren Ablehnung eines völkerrechtswidrigen
Präventivschlages,
begrüßt der Stadtrat Suhl den Appell
Europäischer Bürgermeister gegen einen Krieg im Irak, der von den
Oberbürgermeistern der Städte Rom, London, Brüssel, Wien und Berlin getragen
wird,
appelliert der Suhler Stadtrat an die
Regierungen der Welt, sich für eine friedliche Umsetzung der UN-Resolutionen
einzusetzen, den UN-Inspekteuren die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung
zu stellen und ihnen ausreichend Zeit einzuräumen, um das richtige und
wichtige Ziel, die Entwaffnung des Regimes Saddam Husseins zu erreichen,
fordert er den irakischen Diktator auf, die
Gewalt und Unterdrückung gegen das eigene Volk unverzüglich einzustellen und
den Abrüstungsprozess entsprechend der UN – Resolution 1441 umfassend
fortzusetzen und abzuschließen,
bestärken wir die Bundesregierung
Deutschlands in ihrer Haltung, beim NEIN zum Krieg zu bleiben und dafür zu
sorgen, dass von Deutschland kein Krieg und keine militärischen Handlungen
ausgehen ,
wirkt der Stadtrat Suhl für die Entwicklung
und Festigung eines internationalen Netzwerkes der Städte für den Frieden,
lädt der Stadtrat Suhl die Stadtparlamente
der Partnerstädte ein, ihre Kontakte im Sinne des Friedens weiter zu vertiefen
und gemeinsam oder in jeweils eigenen Erklärungen der Sorge ihrer Bevölkerung
um den Erhalt des Friedens Ausdruck zu verleihen.
Die Fraktionen des Stadtrates von Suhl fordern
die politisch Verantwortlichen auf, sich mit aller Konsequenz für eine
friedliche Lösung des Konfliktes um den Irak einzusetzen und nicht zuzulassen,
in die Barbarei des Krieges zurück zu fallen. Dauerhafter Frieden, so lehrt
die Geschichte, ist mit Krieg nicht zu gewinnen.
Frieden ist nicht alles - aber ohne Frieden
ist alles nichts.
| Ina Leukefeld |
Hans-Jürgen Wirthwein |
Jürgen Gerbig |
| Vorsitzende |
Vorsitzender der |
Vorsitzender der |
| der PDS – Fraktion |
CDU – Fraktion |
SPD - Fraktion |
Suhl, d. 19. 3. 2003
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